54. IBS-Kongress in Zagreb: Fokus auf Südosteuropa, Infrastruktur und Zukunft des Schienengüterverkehrs
Am 16. und 17. April 2026 fand der 54. IBS-Kongress im Sheraton Zagreb Hotel statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Bahnunternehmen, Terminals, Häfen, Logistikunternehmen sowie Institutionen diskutierten zentrale Entwicklungen im Schienengüterverkehr mit besonderem Fokus auf Südosteuropa (SEE).
Single Wagon Load und neue Verkehrskorridore im Fokus
Der erste Kongresstag startete mit einem Workshop zum Thema Einzelwagenverkehr in Südosteuropa – Potenziale und Alternativen. Beiträge aus Wissenschaft und Praxis beleuchteten unter anderem die Entwicklung des liberalisierten Bahnmarktes in Kroatien, neue Verkehrskorridore zwischen Ungarn und Serbien sowie die Herausforderungen und Chancen bei der stärkeren Vernetzung Südosteuropas mit Mitteleuropa.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf aktuellen Entwicklungen im Rail-Cargo-Umfeld in der Region Serbien, Slowenien und Kroatien.
Infrastruktur, Häfen und Terminals als Schlüsselthemen
Im zweiten Workshopblock standen multifunktionale Terminals, Seehäfen und Hinterlandanbindungen im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem die Rolle des Hafens Triest im Wettbewerb und in der Zusammenarbeit mit südosteuropäischen Bahnnetzen, Kapazitätserwartungen im Hafen Koper sowie Entwicklungen bei Dry-Port-Terminals in Serbien.
Die Beiträge zeigten deutlich: Der Ausbau leistungsfähiger Infrastruktur bleibt eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs in der Region.
Generalversammlung und Marktimpulse aus der Praxis
Am zweiten Kongresstag fand zunächst die IBS-Mitgliederversammlung statt, in der die Mitglieder über aktuelle sowie bevorstehende Aktivitäten informiert wurden. Als letzten Themenblock des Kongresses standen Fachvorträge zu privaten Rail-Terminals, privaten Bahnoperateuren in Südosteuropa sowie zur Rolle neuer Energieträger im Schienengüterverkehr auf dem Programm.
Weitere Impulse kamen aus den Bereichen Hafenentwicklung (Port of Rijeka Authority), Verkehrsoptimierung sowie innovative Rail-Services für Großkunden.
Austausch, Netzwerk und regionale Perspektiven
Neben den Fachbeiträgen bot der Kongress vielfältige Möglichkeiten zum persönlichen Austausch und Networking. Ein gemeinsames Abendessen im traditionellen Restaurant sowie eine Stadtführung durch Zagreb rundeten das Programm ab.
Der 54. IBS-Kongress machte deutlich: Südosteuropa gewinnt zunehmend an strategischer Bedeutung für den europäischen Schienengüterverkehr. Gleichzeitig zeigen neue Infrastrukturprojekte, Terminalentwicklungen und Kooperationsansätze konkrete Perspektiven für zukünftiges Wachstum im intermodalen Transport.


































